Liebe Besucher,

herzlich willkommen auf meinem Blog! 

Hier halte ich euch während meines Jahres in Livingstone, Sambia über meine Eindrücke und Erfahrungen, aber natürlich auch über den Fortschritt meines Projektes auf dem Laufenden. Neben meinen Blogeinträgen findet ihr auf dieser Seite auch noch Informationen über das Programm "weltwärts" im Allgemeinen und über mich persönlich.

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, könnt ihr mir jederzeit schreiben.

Viel Spaß beim Lesen!

"Sport has the power to change the world." (Nelson Mandela)



How Lungu wants to turn Zambia in a Dictatorship - A personal Remark

Dear friends,

please take five minutes of your time to read about the dangerous development in #Zambia at the moment. It is important that as many people as possible are informed about current aggression and #humanrightsviolations by the Zambian government.

Imagine some of your friends and people you are familiar with just disappear from one day to the other. Imagine members of your family get kidnapped by police forces because they are supporters of the opposition party in parliament or just spoke out loud that they were unhappy with the current government policy.

All of us know that comparable crimes are committed by many regimes in the world and were committed by a government from my country decades ago but for me personally it has never felt this real like in my last year when I was staying in Zambia.

The story began more then one year ago, when I arrived in Livingstone, Zambia for a sport volunteer program sponsored by the German government. The day of my arrival was the 11th of August when Zambia was electing its president. The two major candidates were President Edgar C. #Lungu and the leader of the biggest opposition party UPND Hakainde Hichilema (#HH). Hichilema, a former businessman, worked out a detailed program how to strengthen Zambias weak economy. The president himself just trusted on his power and populist slogans.

One week later the results were announced: Lungu won with 50,03% against HH who got 47,6% of the votes. Soon there were rumours that the government had manipulated the election. Close to Livingstone a burrow with ballot papers was found, which were obviously supposed to disappear. However, the High Court which is not independent but influenced by the government rejected HH’s petition to investigate the suspected election fraud. Unfortunately we will never know who really won and if Lungu is the legitimate president.

During the last year the situation for the opposition has become worse. Several critical magazines were censored including leading opposition newspaper “#ZambianWatchdog" which continues its work on the Internet. In addition the UPND MP’s got kicked out of the parliament, which now has turned into an absolute loyal institution to President Lungu.

The first peak of the struggle was the imprisonment of HH four months ago. The ridiculous reason for his arrest was that his convoy reportedly took the president’s cars right of way. Although Hichilema was obviously innocent no one could stop the president and his party from abusing their power to consolidate their despotic system.

A couple of days ago HH was discharged from prison but the government still tries to weaken its opposition. One month ago Lungu announced the state of emergency which gave extra rights to the executive and especially the police which has now become an instrument of oppression. People are locked away for crimes that never existed. Everybody has to fear arrest and even torture when criticising this policy because freedom of speech has been restricted to a level which is not even close to any form of democracy.

When my Zambian friends were discussing the sense of the governmental measures I never spoke out my opinion. I only told them that the last politician who had announced the state of emergency in Germany had been Hitler in 1933. This should remind us how dangerous people like Lungu are for democracy and individual freedom.

Currently Zambia is on a way from a relatively stable republic to an autocratic dictatorship which oppresses its citizens. I met many reasonable and educated people in Livingstone who are able to form an effective resistance but they also need support from the international community.

 

Please and share this remark to inform people about the situation in Zambia! We have to show that human rights violations and aggression by any part of the Zambian government is condemned by all of us!

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Mission Impossible

 

 

„Mission Impossible“ war mein erster Gedanke, als in unserer Vierergruppe die Idee aufkam, ein zweitägiges Fußballturnier mit Übernachtung für 150 Kinder zu organisieren. Allein der Gedanke die Verantwortung für eine solche Anzahl an Menschen zu tragen, ließ mich an einer erfolgreichen Umsetzung dieses Vorhabens zweifeln. Als Fabian dann aber als erster Ernst machte und mit der Planung begann, wurde uns allen klar, dass wir dies nur gemeinsam schaffen können und alle mit anpacken mussten.

 

Am vergangenen Wochenende war es dann schließlich soweit. Nach ca. einem Monat Vorbereitung staunten viele Eltern nicht schlecht, als ihre Kinder in 16 Teams mit Namen wie Ägypten, Sambia oder Elfenbeinküste über den Rasen tobten und um den „Afrikacup“ kämpften. Eingeladen wurden von uns alle Schulen, mit denen unsere Organisation, der "ASC-Göttingen“, in Livingstone kooperiert.

 

Insgesamt nahmen zehn Schulen mit jeweils 15 ausgewählten Spielern teil. Die Besonderheit an dem Turnier war, dass die Kinder nicht in ihren Teams antraten, sondern zu Beginn der Veranstaltung Lose zogen und so in eines der 16 Teams des Afrikacups eingeteilt wurden, der im letzten Jahr stattfand. Obwohl wir uns vorher nicht sicher waren, ob diese Mischung eine gute Idee sein würde, stellte sie sich als richtige Entscheidung heraus. Die Spieler, die aus verschiedenen Schulen und somit aus unterschiedlichen sozialen Schichten kommen, machten durch das Turnier eine kostbare Erfahrung. Kinder, die aufgrund ihrer Herkunft nichts miteinander zu tun haben, lernten sich durch den Sport kennen und schlossen neue Freundschaften. Es ergab sich für mich ein beeindruckendes Bild, als ich Schüler der teuersten Schule Livingstones neben Waisenkindern des SOS Dorfes und Dorfkindern aus Simoonga in einem Team Fußball spielen sah. Durch das Turnier fand ein Austausch statt, den es ohne den Sport als bindendes Glied in der Gesellschaft Livingstones nie gegeben hätte. Abseits vom Sportplatz entscheidet das Einkommen der Eltern darüber, wer sich mit wem trifft und wer mit wem spielt. Während man die Kinder reicher weißer Unternehmer beispielsweise eher beim Polospielen oder beim Tennis antrifft, treiben sich die der Inder meistens auf dem Cricketplatz herum. Alle anderen Sambier kicken dann auf einem der vielen Fußballplätze, wobei es auch sehr viele gut organisierte Teams gibt. Letztendlich lebt aber jeder in seiner eigenen kleinen Welt, aus der er nur selten herauskommt. Unser Turnier sollte die Kinder deshalb auch dazu animieren, über den eigenen Tellerrand zu blicken und diese andere Welt, die so nah und gleichzeitig so fremd ist, kennenzulernen. Auch wenn es heute wie eine „Mission Impossible“ erscheint, tragen Veranstaltungen wie diese vielleicht dazu bei, dass jene Kinder eines Tages das Lebensmodell ihrer Eltern hinterfragen und die Gesellschaft so wieder mehr zusammenwächst.

 

Ein Problem, mit dem breite Schichten der Bevölkerung Sambias zu kämpfen haben, ist HIV/Aids. Da Livingstone seit Jahren die höchste Infektionsrate des Landes zu verbuchen hat, wollten wir zusätzlich zu den Spielen auch Themen wie jene Krankheit, Hygiene und weitere nützliche „Lifeskills“ thematisieren. Übernommen wurden diese „Lifeskill-Sessions“ von unserem Kooperationspartner der NGO „Sport in Action“. Parallel zu den Spielen trafen sich die Teams, die gerade nichts zu tun hatten, mit Freiwilligen unserer Partnerorganisation, die ihnen die ernsten Inhalte auf eine lustige und spielerische Art näherbrachten. Ohne diese tollen Helfer wäre unser Camp nicht so erfolgreich gewesen und wir vier wären mit den Massen an Kindern wahrscheinlich ziemlich aufgeschmissen gewesen. Es ist ein unglaublich gutes Gefühl zu wissen, motivierte Menschen, die dieselben Ziele verfolgen, hinter sich zu haben.

 

Ein lustiger Zufall war es dann noch, dass am Ende Kamerun, das auch den richtigen Afrikacup gewonnen hatte, als Sieger feststand. Auch wenn es nur eine Handvoll Kinder waren, die den goldenen Pokal bei der Siegerehrung in die Höhe recken durften, waren wir nach zwei spannenden Tagen alle ein bisschen schlauer und um viele wertvolle Erfahrungen reicher.

 


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